Unsere Sporthalle

Der Hexenkessel wird 50 Jahre alt!

Die Ronneburger Sporthalle ist ein schönes Beispiel dafür, dass auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, durch harte Arbeit und mutige Entscheider Lösungen möglich sind. Nach Ende des Feldhandballs war der Bau einer Sporthalle unumgänglich. Nach langjähriger Bemühung fiel im Sommer 1968 endlich die Entscheidung! Nachdem alle Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen waren, führte Bürgermeister Krell in Beisein zahlreicher Gäste und Sportler am 14.September 1968 den ersten Spatenstich durch.

Die Bauleute des Wismut-Betriebes und alle Sportler der BSG Wismut Ronneburg, ob Groß oder Klein waren dabei. Mit viel Elan und großer Initiative ging man an den Bau heran um ihren Traum in kurzer Zeit Wirklichkeit werden zu lassen. Richtfest war am 23. Mai 1969. Am 13. Oktober 1969 wurde nach 13-monatiger Bauzeit die Sporthalle ihrer Bestimmung übergeben. Mit der Übergabe bereiteten sich die Handballer ein schönes Geschenk zum 45-jährigen Jubiläum des Handballsportes in Ronneburg.


Die Sporthalle verhalf zu einem weiteren sportlichen Aufschwung. Nach der Einweihung mit einem Spielfeld von 20X40 m und ausreichenden Zuschauerplätzen wurde der Ronneburger Handball vom Deutschen Handball Verband, mit der Ausrichtung einer Reihe bedeutender Wettkämpfe beauftragt. Länderspiele der Frauen Nationalmannschaft gegen Rumänien und der CSSR, Juniorenspiel gegen die UdSSR, Finalturnier um den FDGB–Pokal der Frauen und die 3. Deutsche Turniermeisterschaft der Männer an der alle Oberligamannschaften der DDR teilnahmen, garantierten die Ronneburger stets für ein volles Haus im Sportzentrum.

Alte Zeitungsartikel zeigen uns immer wieder, dass die Begründungen dafür, warum etwas nicht geht, immer wieder kehren. Kein Geld, war und ist das Hauptargument. Alle wissen, dass es doch irgendwie geht. So konnte 1996 z.B. der Hallenboden erneuert werden. Richtig, der aktuelle Belag hat ein Alter von 22 Jahren. Und wieder ist es das Geld was fehlt, um in die Zukunft zu investieren, obwohl alle wissen, dass nicht die Menge das Problem ist, sondern die politischen Prioritäten bei der Verteilung. Positiv ist, dass der Stadtrat sich im Ergebnis der Machbarkeitsstudie für einen Neubau ausgesprochen hat. Wir bleiben aber bei unseren kritischen und mahnenden Hinweisen, dass die vorgestellte Variante in keinem Fall die Anforderungen aller Nutzer erfüllt. Und Geld darf hier kein Argument sein. Wie uns die Gründerväter gezeigt haben, geht mit Willen und Beharrlichkeit einiges. Sicher nicht mehr mit Bautätigkeiten von Vereinsmitgliedern aber mit guten politischen Kontakten und Argumenten. Der Einbau der neuen Heizungsanlage 2017 zeigt uns, dass die Vision Neubau noch nicht so schnell Wirklichkeit wird. Bis dahin benötigen wir auf jeden Fall ein Belagsupdate und geben die Zusicherung dass der HSV Ronneburg e.V. sich weiter beim Erhalt der einzigartigen Infrastruktur engagieren wird. Die Vision benötigt ein ruhiges Händchen mit dem Schwerpunkt auf den tatsächlichen sportlichen Bedarf. Wir bleiben dran und wer weiß, vielleicht erhalten wir zum 100-jährigen Jubiläum im Jahr 2024 auch ein nachhaltiges Geschenk. Die Geschichte hat es vor gemacht, dass es möglich ist.